Nachrichten-Zensur der Alliierten in Österreich 1945-1953

Karl Majörg
Nachrichten-Zensur der Alliierten in Österreich 1945-1953
528 Seiten, 1.280 Abbildungen, durchgehend in Farbe
Softcover, Format 21 x 27 cm
ISBN: 3-85407-065-9 / € 98,00

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1945 war der Krieg verloren, die Kapitulation erfolgt. Noch in den letzten Kriegstagen hatte es eine regelmäßige Postzustellung gegeben. Als danach die Siegermächte das Sagen hatten, konnte der Postverkehr nicht sofort wieder aufgenommen werden. Von der Übermittlung „unerwünschter“ Nachrichten hätte ja eine potentielle Gefahr ausgehen können. Es wurde also zensuriert.

Jede der vier alliierten Besatzungsmächte organisierte die Zensur etwas anders, auch die Strenge der Duchführung war sehr unterschiedlich. Lange Listen mit einzuhaltenden Zensurvorschriften hatten sie aber alle - so lang, daß es für die Bevölkerung schwer war, die Übersicht zu behalten. Es kam zu entsprechend vielen Verstößen und demnach Briefen mit Beanstandungen; eine Freude für alle Zensursammler und interessierten Philatelisten.

Alle Poststücke hatten durch die Zensur eine entsprechend längere Laufzeit zu verzeichnen – es dauerte seine Zeit, wenn jedes Poststück kontrolliert werden sollte. Die Österreichische Post erhielt dafür den wenig schmeichelnden Beinamen "Schneckenpost" – ganz zu unrecht! Sowohl die Post als auch die österreichische Regierung waren laufend bemüht, gegen diesen unbefriedigenden Zustand der Zensurierung anzukämpfen. Und die für die Zensur anfallenden horrenden Kosten hatte der österreichische Staat zu allem Überfluss selbst zu tragen! Endgültig gelungen ist die Abschaffung der Zensur erst 1953, als sie auch von und nach Deutschland und Japan beendet wurde.

Verfolgen Sie mit Karl Majörg das abenteuerliche Postgeschehen dieser Jahre. Es gab unzählige verschiedene Stempel, Vordrucke, Erlässe ... man findet sie praktisch in jeder Sammlung, die Ganzstücke aus der Nachkriegszeit beinhaltet. Manche davon sind wahre „Zensur-Gustostückerl“, echte Raritäten. Von etlichen vermutet man ihre Existenz, konnte sie bisher aber noch nicht belegen.

Welche Zensurbelege besitzen Sie selbst, welche noch verborgenen Schätze werden Sie auf dem nächsten Tauschtag entdecken? Forschen und sammeln Sie mit!